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Molly Maus Konzert

Bereits zum fünften Mal haben die Initiatorinnen Alexandra Syska und Sara Zechel nun schon ein tolles Kinderkonzert auf die Beine gestellt. Dieses fand zum ersten Mal an einem Samstag und im Rahmen des Musikschulfestes statt.

Nachdem Wolfschlugen 2018 sein 700-jähriges Jubiläum feiert, drehte sich die Molly-Maus-Geschichte diesmal auch um Wolfschlugen – Molly wollte unbedingt herausfinden, woher der Name Wolfschlugen wohl kommt und wer ihn sich ausgedacht hatte.

Im Traum erscheint ihr das Einhorn Elisabeth, das ihr den Tipp gibt, die betagte Eule Eugen im alten Schulhaus aufzusuchen – die lebt schon sooo lange in Wolfschlugen, dass sie bestimmt auch weiß, wie der Ort zu diesem seltsamen Namen gekommen ist.

Unter den bekannten Klängen des Hexenbannermarsches macht sich Molly auf den Weg und begegnet ihrem Freund Wastl, der ebenfalls nach Wolfschlugen unterwegs ist, um dort das 700-jährige Jubiläum mitzufeiern. Schließlich stammen seine Vorfahren aus dem Ort am Filderrand und er weiß so einiges zu erzählen: Früher soll es sehr viele Wölfe in den Wäldern rund um Wolfschlugen gegeben haben. Leider haben diese den Bauern die Schafe gerissen, weshalb die Bauern Jagd auf die Wölfe gemacht, sie geschlagen und vertrieben haben – daher der Name Wolfschlugen – da, wo man die Wölfe schlug – klingt einleuchtend.

Eine ganz andere Geschichte weiß aber die Schildkröte Sigi zu erzählen, der Molly am Biotop vor den Toren Wolfschlugens begegnet: Vor vielen, vielen Jahren gab es im Nachbarort Neuhausen einen jungen Bauern namens Wolf. Dieser baute auf seinen Feldern Kraut und Rüben an und liebte es, über Wolfschlugen hinweg auf die Alb zu „luaga“, was so viel wie schauen bedeutet. So bekam sein Ackerland den Namen „Wolfesluaga“ – Wolfschlugen. Ob diese Geschichte wohl stimmt? Eines ist sicher – einen wunderschönen Blick auf die Alb hat man von Wolfschlugen aus auf jeden Fall!

Kurz vor der Ortsgrenze läuft Molly noch dem Schaf Sändy über den Weg.

Sändys Ururururgroßmutter, die vor langer Zeit mit ihrem Schäfer nach Wolfschlugen gekommen war, erzählte ihr eine ganz andere Geschichte: Damit seine Schafe ausreichend Weideland zur Verfügung hatten, rodete der Schäfer, der Wolf Schäfer hieß, immer mehr Wald rings um den Ort herum – er schlug viele, viele Bäume, so dass die Leute sein Land bald „Wolfschlugen“ nannten.

Das war nun schon die dritte Version, die Molly zu hören bekam – welche wohl stimmte? Gespannt macht sich Molly zum alten Schulhaus auf und sucht nach der Eule Eugen. Vielleicht war es sogar Eugen, der sich vor 700 Jahren den Namen Wolfschlugen ausgedacht hat?

Da muss Eugen sie enttäuschen – zwar wohnt er schon seit 1867 in der alten Schule, aber sooo alt – 700 Jahre – ist er doch noch nicht. Auch Eugen hat schon viele Geschichten darüber gehört, wie Wolfschlugen zu seinem Namen gekommen ist – alle hören sich an, als wären sie wahr. Aber welche wirklich stimmt, kann auch Eugen nicht sagen. Aber die kluge Eule tröstet Molly, die dem Geheimnis so gerne auf die Spur gekommen wäre:

Es ist doch egal, woher der Name Wolfschlugen kommt – Hauptsache, die Menschen fühlen sich wohl und leben gerne hier. Und sie wissen, wie man richtig gute Feste feiert: Ob das 90-jährige Bestehen des Musikvereins, 50 Jahre Jugendkapelle oder das 700-jährige Jubiläum Wolfschlugens im September – zu diesen Festen ist die ganze Bevölkerung herzlich eingeladen.

Mit dem Heimatlied wurden die jungen Konzertbesucher schließlich nach 30 spannenden und musikalischen Minuten verabschiedet. Zusammen mit ihren Eltern und Großeltern konnten sie anschließend noch das Musikschulfest besuchen, Kuchen essen, Instrumente ausprobieren und sich über die Ausbildungsmöglichkeiten an der Musikschule informieren.

Alle Beteiligten freuen sich schon heute auf die Molly-Maus-Geschichte 2019.

Ein herzliches Dankeschön an Alex und Sara, die sich immer wieder eine tolle Geschichte ausdenken, die richtige Musik dazu aussuchen und sogar die Figuren und das Bühnenbild selbst basteln!
-bho

 

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