Termine

Festwochenende

21.-23.09.2018

700 Jahre Wolfschlugen -  das wollen wir gebührend feiern !

Nähere Informationen siehe rechts

Sommerferienprogramm für Senioren

Brauereibesichtigung in Gruibingen

Schon seit Jahrzehnten beliefert uns Hans-Dieter Hilsenbeck mit seinen schmackhaften Bieren und ist seit 30 Jahren treues Mitglied des Musikvereins. Was lag also näher, als ihm und seiner Lammbrauerei Hilsenbeck im Jubiläumsjahr des Musikvereins  wieder einmal einen Besuch abzustatten und im Rahmen des Sommerferienprogramms für Senioren eine Brauereiführung anzubieten.

Bei hochsommerlichen Temperaturen machten sich über 20 Teilnehmer vergangenen Mittwoch auf den Weg nach Gruibingen, um aus erster Hand alles Wissenswerte über das Bierbrauen zu erfahren:

Die Lammbrauerei Hilsenbeck legt großen Wert auf Regionalität – sowohl was den Einkauf der Rohstoffe als auch den Vertrieb der Biere angeht. Die Gerste stammt von der Schwäbischen Alb, der Hopfen aus Tettnang. Beliefert werden Getränkehändler aus der näheren Umgebung - in Hamburg z.B. wird man Gruibinger Bier vergeblich suchen.

Im hochmodernen Sudhaus wird das geschrotete Malz mit Gruibinger Quellwasser vermischt – dadurch entsteht die Maische. Beim sogenannten Abläutern werden die festen Bestandteile der Maische herausgefiltert und anschließend die dadurch gewonnene klare Flüssigkeit, die Würze, gekocht. Dieser Vorgang dauert ca. 6 Stunden.

Nach dem Abkühlen der Würze wird Bierhefe zu- und somit die Hauptgärung in Gang gesetzt. Diese nimmt 7 Tage in Anspruch. Danach muss das sogenannte „Jungbier“ noch 8 – 10 Wochen reifen, wodurch es sich auf natürliche Weise mit Kohlensäure anreichert. Danach ist das Bier trinkfertig und wird abgefüllt. Das vor allem auch in Wolfschlugen begehrte „Brunnenbier naturtrüb“ wird direkt vom Lagertank abgefüllt und enthält daher noch die Bierhefe, die nach Aussage des Braumeisters nicht nur für die Trübung verantwortlich, sondern auch noch ein ganz natürliches „Schönheitsmittel“ ist.


Um klare Biere wie z.B. das Stiefel-Pils zu erhalten, werden die Biere gefiltert und anschließend in Fässer oder Flaschen abgefüllt. Gerne hätten sich die Teilnehmer noch länger im angenehm kühlen Lagerkeller aufgehalten, doch auch die moderne Abfüllanlage war sehenswert. Vollautomatisch werden die Flaschen gereinigt, sterilisiert und anschließend unter Gegendruck gefüllt. Danach werden sie mit den Bügelverschlüssen versehen, etikettiert, in Bierkisten verpackt und sind somit versand- bzw. verkaufsfertig gemacht.

Nach so viel Theorie freuten sich die Teilnehmer natürlich besonders auf den praktischen Teil der Brauereiführung – die Verkostung! In der brauereieigenen Wirtsstube wurde die Gruppe zu frisch gezapftem naturtrüben Brunnenbier und Brezeln eingeladen – stahlende Gesichter, wohin man schaute.

Der eine oder andere stattete auch noch dem Brauereishop einen Besuch ab, um sich mit dem neu entdeckten „Schönheitsmittel“ einzudecken, denn bis zur nächsten Schöllhau-Hocketse werden noch einige Monate ins Land gehen!

Zum gemütlichen Ausklang des schönen und interessanten Nachmittags ging es dann noch ins Deutsche Haus nach Weilheim, wo man sich mit schwäbischen Spezialitäten und natürlich auch mit Gruibinger Bier für die Heimfahrt stärken konnte.

Ein herzliches Dankeschön an Karl Münzinger, der diesen Ausflug zusammen mit Brigitte Holzer organisiert und auch begleitet hat, an die beiden „Zusatzfahrer“ Walter Schroth und Siegfried Schweizer und natürlich besonders an Familie Hilsenbeck und ihr Team. Es war schön, auch einmal neue Gesichter beim Sommerferienprogramm zu sehen. Das Ziel für 2019 steht schon fest …., aber vorher sieht man sich bestimmt noch bei der 700-Jahr-Feier der Gemeinde oder dem Gemeinschaftskonzert der musiktreibenden Vereine am 8. Dezember in der Festhalle!
-bho

 

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